Dresden zu Gast in München

Barbara Borek am 20.09.2014
Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, Dresden vom rechten Elbufer oberhalb der Augustusbrücke (Ausschnitt), 1747, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Hans-Peter Klut
Bernardo Bellotto, gen. Canaletto, Dresden vom rechten Elbufer oberhalb der Augustusbrücke (Ausschnitt), 1747, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Hans-Peter Klut
Antoine Watteau, Das Liebesfest (Ausschnitt), um 1718/19, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Hans-Peter Klut
Antoine Watteau, Das Liebesfest (Ausschnitt), um 1718/19, Öl auf Leinwand, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Foto: Hans-Peter Klut

Rund hundert Meisterwerke haben den Weg von der Elbe an die Isar gefunden. Die Hypo Kunsthalle ermöglicht in den nächsten Wochen einen eindrucksvollen Einblick in die legendäre Bilderwelt des Barocks und der Aufklärung.

Leinwände

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Regierungszeit des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August II. (1670–1733), auch der Starke genannt, und seines Sohnes Augusts III. (1696–1763). Aus dieser Zeit der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte stammen zahlreiche Bauprojekte und der Ausbau der königlichen Sammlungen des polnisch-sächsischen Hofes in Dresden. Renommierte Maler wie Louis de Silvestre (1675–1760) oder Bernardo Bellotto (1721–1780) verpflichteten sich als Hofkünstler, die Geschichte der Sammlung der Dresdner Gemäldegalerie nahm ihren Anfang.

In sieben Kapiteln führt die Ausstellung von der Gründung bis zur Gegenwart einer der berühmtesten Gemäldegalerien der Welt. Die Werke wurden in ganz Europa ausgewählt und angekauft, ihr Wert und Rang repräsentierte auch die Macht des Dresdner Hofes. Die königliche Sammlung umfasst Historien- und Landschaftsmalerei, Stillleben und Porträts – sie alle dokumentieren die stetig wachsende königliche Sammlung. Ein regelmäßiger Besucher der Dresdner Galerie des 18. Jahrhunderts war der Kunsthistoriker und Archäologe Johann Joachim Winckelmann, der seine dort gemachten Erfahrungen schriftlich festhielt.

Video und Katalog

Die Präsentation der Alten Meister an der Theatinerstraße erhält zudem einen zeitgenössischen Kommentar: Der Videokünstler Christoph Brech (geb. 1964) folgte der Einladung der Dresdner und setzte sich künstlerisch mit den Schätzen des Hauses auseinander. Die entstandene Arbeit "Sixtinische Madonna" wird nun in München erstmals gezeigt. Brechs optisches Verwirrspiel mit Raffaels Original von 1512/13 eröffnet neue Interpretationsmöglichkeiten und bietet so eine interessante Bereicherung der historischen Werke.

Zur Ausstellung ist im Hirmer Verlag ein reich bebilderter Katalog mit großformatigen Farbfotografien erschienen. Die Herausgeber Bernard Maaz, Ute Christina Koch und Roger Diederen liefern ausführliche Beschreibungen zu sämtlichen Exponaten, ein sorgfältig erstelltes Register ergänzt den Katalog. In Essays begleiten weitere Autoren die Geschichte der Gemäldegalerie und stellen die Meisterwerke darüber hinaus in den Kontext der Europäischen Kunstgeschichte und ihrer Rezeption.

Rembrandt – Tizian – Bellotto. Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie. Hg. v. Bernhard Maaz, Ute Christina Koch und Roger Diederen (272 Seiten, ca. 200 Abbildungen in Farbe), Kunsthalle 25 Euro, Buchhandel 39,90 Euro.

 

Weitere Informationen

Rembrandt – Tizian – Bellotto Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie

bis 23. November 2014

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung

Theatinerstraße 8

80333 München

täglich 10-20 Uhr 


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