40 Jahre „Schwarzer September“

Bilder: Stadtmuseum München

Wer die damalige XX. Olympiade in München erlebt hat, wird sich an der Schock erinnern, den die Geiselnahme und Ermordung israelischer Sportler unter der Bevölkerung auslöste. Anlässlich des 40. Jahrestages der Spiele zeigt das Münchner Stadtmuseums die Sonderausstellung „Official“ des Münchner Künstlers Malte Wandel.

Fotoinstallationen
Malte Wandel thematisiert den "Schwarzen September" bzw. das Attentat und die Geiselnahme, die sich während der 20. Olympischen Spiele in München ereigneten, indem er eigene, aktuelle Fotografien der Tatorte mit gefundenen Originalaufnahmen von 1972 kombiniert. Dazu präsentiert er Farbtafeln aus dem von Otl Aicher entworfenen Gestaltungskonzept für die Olympiade. Diese beziehen sich in ihrer Anlage auf die Farben des Regenbogens, einem gewählten Symbol für das harmonische Zusammentreffen verschiedenster Nationen bei den Olympischen Spielen - ein Bild, das durch die Ereignisse der Spiele nachhaltig zerstört wurde.

Geschichtlicher Hintergrund
Das Attentat ereignete sich am Morgen des 5. September 1972, bei dem acht Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ in das Appartement der israelischen Mannschaft eindrangen und elf israelische Delegationsmitglieder als Geiseln nahmen. Die Terroristen verlangten die Freilassung von inhaftierten Palästinensern, sowie der deutschen Terroristen Andreas Baader und Ulrike Meinhof. Bei einem gescheiterten Befreiungsversuch wurden alle Geiseln sowie fünf Terroristen und ein Polizist getötet. Die Wettkämpfe wurden für die Trauerfeier für einen Tag unterbrochen, doch im Anschluss ließ IOC-Präsident Avery Brundage die Spiele mit dem Satz „The games must go on!“ weiter fortführen.

Official Program
Malte Wandels Arbeit thematisiert die Ereignisse zwar mit einem Abstand von vierzig Jahren, aber vor dem Hintergrund des noch immer schwelenden Nahostkonflikts. Zusätzlich reflektiert er die Spiele als das erste weltweit medial vermarktete Großereignis. Der Titel „Official“ bezieht sich auf das offizielle Programmheft der Spiele. Malte Wandel beschäftigte sich bereits mehrfach mit historischen Ereignissen, wie etwa der Geschichte der Apartheid in Südafrika. Mittels gefundener Materialien und eigenen Fotografien versucht er einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Malte Wandel
Der 1982 geborene Malte Wandel lebt und arbeitet in München.Von 2003 bis 2010 studierte er Fotografie an der Universität für angewandte Kunst in Dortmund bei Susanne Brügger mit einem Auslandssemester 2007 an der Kunsthochschule Zürich bei André Gelpke und Thomas Weski. Ab 2008 zeigte Wandel in zahlreichen Ausstellungen seine Werke in Dortmund, München, Leipzig, Stuttgart, Köln, Berlin oder Genua. 2011 erhielt er den zweiten Preis beim Vattenfall Fotowettbewerb zum Thema Kooperation. Außerdem veröffentlichte er ein Buch über „Einheit, Arbeit, Wachsamkeit“, in welchem er die Geschichte der »Madgermanes« dokumentiert – rund 16.000 junger Mosambikaner, die über sieben Jahre als Vertragsarbeiter in der DDR gelebt haben.

Weitere Informationen
Münchner Stadtmuseum

FORUM 027: Malte Wandel – Official

06. Juni – 05. August 2012

St.-Jakobs-Platz 1 80331 München
Tel.: 089-233-22370

E-Mail: stadtmuseum@muenchen.de
Bilder: Stadtmuseum München

 

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20.Okt.2013Von der Vergeistigung der Materie
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27.Aug.2013Eine Frage des Geldes
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21.Jun.20132500 Quadratmeter Glitzerwelt
11.Jun.2013„Im Alter möchte ich Udo Jürgens sein“
07.Jun.2013„Fresse halten, Bass spielen“
29.Mai.2013Erfrischend mutig - Rosalie Thomass
23.Mai.2013Imogen Kusch ‑ ein "24-Hour-Artist"
20.Mai.2013Visuelle Themenwelten
18.Mai.2013Himmel und Wasser
18.Mai.2013Bösewicht mit großem Herz
16.Mai.2013Musterhaft
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10.Mai.2013„Theater ist für mich der Ur-Moment“
09.Mai.2013Für Recht und Gerechtigkeit
09.Mai.2013Kunst und Kommunikation
08.Mai.2013Mehr als kleine Strichmännchen
08.Mai.2013Schauen und Staunen
08.Mai.2013Designzauber aus dem Norden
08.Mai.2013Näkemiin Suomi!
08.Mai.2013Lebendige Folien - Media Art von Saana Inari
08.Mai.2013Szenetreff versus Beschaulichkeit
08.Mai.2013Jung und echt unter deutscher Flagge
08.Mai.2013Der Malteser Schatz
08.Mai.201340 Jahre „Schwarzer September“
08.Mai.2013Glamour auf rotem Teppich
08.Mai.2013Produktion und Verwertung
08.Mai.2013Bilderkrieg
08.Mai.2013Das menschliche Maß
08.Mai.2013Ein scheinbar unmögliches Projekt
08.Mai.2013Blindes Verständnis
08.Mai.2013Tanz, Musik, Film und Text

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