Kubanische Lebensfreude

tropicana© Ministerio de Turismo
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Kuba verfügt aufgrund seiner geschichtlichen Entwicklung über eine Vielfalt unterschiedlichster Stile in Bildender Kunst, Architektur und Literatur. Es fasziniert durch außergewöhnlich schöne Strände und, wie es heißt, herzliche, fröhliche Menschen, denen der Rhythmus im Blut zu liegen scheint.

Einflüsse von überall her

Der Inselstaat Kuba zeichnet sich durch eine große Anzahl erhaltener Kolonialbauten aus, vor allem in den Städten Trinidad und Havanna. In der Architektur finden sich zahlreiche Stile aus allen Ecken der Welt und vieler Epochen. Flaniert man durch das alte Havanna, das mit neunhundert erhaltenen Gebäuden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist diese Vielfalt lebhaft zur Schau gestellt. Die Höhepunkte sind die Kathedrale, die Iglesia de la Merced und Havannas älteste Kirche, die Iglesia Parroquial del Espíritu Santo. Ein weiteres Highlight ist die Stadt Trinidad. Sie liegt in der zentralen kubanischen Provinz Sancti Spíritus und wurde im frühen 16. Jahrhundert gegründet, florierte aber erst im 19. Jahrhundert.

Trinidads urbane Struktur mit seinem irregulären Straßensystem und den zahlreichen Plazas gilt als sehr gut erhalten. Die Stadt wurde als „Zuckerstadt“ im 19. Jahrhundert ausgebaut. Das nahe gelegene „Valle de los Ingenios“ ist ein Zeugnis der Entwicklungen der Zuckerindustrie. Dort sind fünfundsiebzig ehemalige Zuckermühlen zu sehen, Plantagenhäuser und -baracken sowie andere Relikte der Zuckerindustrie. Zu Trinidads urbanem Ensemble gehören die im 18. Jahrhundert entstandenen Bauten, die von der andalusischen Kultur Spaniens und der muslimischen Architektur beeinflusst sind. Im 19. Jahrhundert entstanden Häuser, die neoklassizistische Formen aufweisen, wie der Palast „Palacio Cantero”, der heute das örtliche Museum beherbergt. In der Stadt Santiago de Cuba steht das Castillo de San Pedro del Morro als besterhaltener Komplex des spanischen Militärs aus dem 17. Jahrhundert in der Karibik unter Weltkulturerbe.

Kunst und Kultur für alle

Bildende Kunst und Literatur spielen im Leben aller Kubaner eine wichtige Rolle. Fast jede Provinzstadt verfügt über eine sogenannte „Casa de Cultura“, eine Art Klubhaus, in dem Kunst frei zugänglich ist. Es gibt kaum Analphabetismus auf der Insel und genauso wie in den Kulturhäusern Bildende Kunst auf hohem Niveau kostenlos genossen werden kann, versammeln sich Literaturliebhaber dort wöchentlich, um sich gegenseitig ihre eigenen Werke vorzutragen, zu rezitieren und sich untereinander auszutauschen. Als Nationalheld wird bis heute der Literat und Revolutionär José Martí verehrt. 1853 in Havanna geboren, war er gezwungen, 1871 das Land zu verlassen, weil er sich gegen die Spanier aufgelehnt hatte. Seine literarischen Werke sind jedem Kubaner bekannt und wurden im Exil in Mexiko und den USA veröffentlicht. Mit ihnen wurde er zum Anführer der kubanischen Unabhängigkeitsbewegung. Sein Ziel war ein unabhängiges Kuba. Erst 1895 kehrte er aus dem Exil zurück und starb noch im selben Jahr am 19. Mai im Kampf gegen die Spanier.

Sowohl die Havanna Biennale als auch Musik- und Filmfestivals werden gerne von den Kubanern besucht. In den späten 80er Jahren wurde unter Mitwirkung von Gabriel García Márquez eine Hochschule für Film und Fernsehen gegründet, an der insbesondere Lateinamerikaner und Kubaner ausgebildet werden. Aus der Filmindustrie, die vor allem nach der Einführung des Sozialismus florierte, ist der für einen Oscar nominierte Film „Erdbeer und Schokolade“ (1993) in Europa bekannt, der die Homosexualität in der kubanischen Gesellschaft zum Thema machte. Ende der 1990er Jahre löste der Film „Buena Vista Social Club“ von Wim Wenders eine regelrechte Kuba-Euphorie in Europa und Nordamerika aus. Die Musik der vierziger Jahre erfuhr eine internationale Wiederbelebung und die bereits in den Ruhestand gegangenen Musikstars erlebten ihren zweiten Frühling.

Kubanische Lebensfreude - Tanzen, Tanzen, Tanzen

Der Tanz und die Musik spielen in Kuba eine überaus wichtige Rolle. Einige Tänze Lateinamerikas haben ihren Ursprung auf der karibischen Insel und zählen zum nationalen Erbe, auf das jeder Kubaner stolz ist. Sie basieren unter anderem auf den Rhythmen, die von afrikanischen Sklaven mitgebracht wurden. Dazu zählen die Tänze Rumba, Mambo, der Cha Cha Cha und der Salsa. Darüber hinaus ist das Ballett in der kubanischen Bevölkerung sehr beliebt.Überhaupt liegt Sport den Kubanern sehr am Herzen. Er wird von staatlicher Seite besonders gefördert. Die beliebtesten Sportarten sind der Baseball, Boxen und Leichtathletik.

Ein weiteres, bei den Kubanern besonders geschätztes, kulturelles Ereignis ist die kubanische Show. Dabei werden verschiedene Elemente wie Tanz, Gesang, Musik aufwendig miteinander verwoben und oft im Stile der 50er Jahre umgesetzt. Ein Höhepunkt jedes Jahr ist der Kubanische Karneval. Mit farbenprächtigen Kostümen ziehen die Kubaner zur Karnevalszeit trommelnd und tanzend durch die Stadt. Ursprünglich fand der Karneval im Februar statt. Nach der Revolution (1959) wurde er von der Regierung in den Monat Juli verlegt, um die Zuckerrohrernte nicht zu beeinträchtigen. Aus wirtschaftlichen Gründen für längere Zeit verboten, führte man ihn 1996 für die Touristen wieder ein und verlegte ihn 1999 wieder in den Monat Februar.

Von Hemingway bis Mojito

Der wohl berühmteste Schriftsteller, der mit Kuba assoziiert wird, ist der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway, der von 1939 bis 1961 mit Unterbrechungen fast 20 Jahre auf Kuba lebte und dort einige seiner bekanntesten Bücher verfasste. Als Abenteurer bereiste er zuvor die ganze Welt und fand erst auf der großen Antilleninsel einen Ankerpunkt. Er wird auf Kuba fast ebenso stark wie José Martí verehrt. Im kleinen Fischerdorf Cojímar, das sechs Kilometer östlich von Havanna liegt, spielt seine wohl bekannteste Erzählung "Der alte Mann und das Meer". Als Vorlage zur Hauptfigur diente Hemingway ein kubanischer Freund, mit dem er eine enge Freundschaft unterhielt.

Mindestens ebenso bekannt wie diese Erzählung, ist Hemingways berühmt-berüchtigte Liebe zum Mojito, der in Europa beliebte kubanische Cocktail aus Rum, Minze, Limettensaft und Rohrzucker. Das Wort soll vom westafrikanischen Wort „mojo“ abstammen, das einen Behälter mit magischen Gewürzen und Zaubergegenständen bezeichnete. Berühmt wurde der Mojito aber erst durch Hemingway, der das Getränk in seiner Stammkneipe in Havanna zu bestellen pflegte. In der Bar "Bodeguita del Medio", so sagt man, ist auch heute noch ein Hocker für "el papá" reserviert. In der Kleinstadt San Francisco de Paula, unweit von Havanna, besaß Hemingway eine Finca. Man beließ in diesem Haus alles so, wie Hemingway es verlassen hatte, und es sind dort noch immer zahlreiche seiner Bücher und die Relikte seiner Jagdreisen aus Afrika zu bestaunen.


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